Monthly Archives: October 2008

Memo an mich…

Bootlegs sind Stellvertreter der Live-Performance. Beim Sammeln treffen zwei Phänomene aufeinander: Das Authentizitätsverständnis der Rockideologie einerseits & der Komplettismus der Fans auf der anderen Seite. Dadurch entstehen Reibungen; unter anderem auf Grund der Tatsache, dass das Festhalten ein Konzert seiner Einzigartigkeit beraubt und reproduzierbar macht… Und, nach Walter Benjamin, ” the whole sphere of authenticity is outside technical… reproducibility” [aus: Benjamin (1936). Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit]

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Immer auf der Suche… Current Musicology ist (anscheinend) offen für Beiträge…

Sollen sie haben… Jetzt brauch ich nur noch Briefmarken…

Current Musicology (CM) is a leading forum for scholarly music research, seeking to reflect the forefront of thought in historical musicology, ethnomusicology, and music theory, as well as music cognition, philosophy of music, and interdisciplinary studies. […]

CM invites the submission of articles in all branches of musicology, including historical musicology, ethnomusicology, and music theory, as well as popular music studies, media and technology studies, cultural studies, music education, and related fields, in keeping with a long tradition of interdisciplinary publication in all fields of musicology. We especially encourage submissions from graduate students and other young scholars.

somewhere… over the rainbow…

Im Kontext der Konferenz “You are in Control” sind jetzt endlich (anscheinend fundierte) Verkaufszahlen von Radioheads “In Rainbows” in die Welt gedrungen. Demnach hat sich das Album drei Millionen Mal verkauft, wobei diese Zahl alle Erscheinungsformen (Tonträger, Deluxe-Edition, als auch Digitalverkäufe) miteinbezieht.

Hier wird behauptet, dass die Einnahmen von “In Rainbows” (trotz  “pay what you want” Vorabveröffentlichung als Download) jene des Vorgängers “Hail to the thief” (2003) überstiegen haben. Welche Zahlen Brooklyn Vegan zu diesem Vergleich heranzieht kann ich zwar nicht sagen, bei den bestehen Majorlabel-Verträgen liegt eine größere Gewinnspanne bei Eigenreleases mit Sicherheit auf der Hand. Dabei sollte aber nie vergessen werden, dass einem größerem Gewinn auch ein viel größeres finanzielles Risiko in Form der Vorabfinanzierung der gesamten Produktion gegenübersteht….

Nettes Detail am Rande:

* The physical release of In Rainbows entered both the US and UK charts at #1 in January, despite having been freely available since October 2007.

Zu dem finanziellen Mehrgewinn, den Radiohead durch diese Form der Veröffentlichung erwirtschaftet haben, kommt hinzu, dass “In Rainbows” auf  einen wichtigen Marker die Geschichte der Musikdistribution darstellt. Nicht selten kommt mir vor, die Faszination des Albums speist sich eher aus dieser Tatsache, als aus der Musik die “In Rainbows” beinhaltet…

change, we believe in…

Über slotMusic habe ich ja schon mal ein paar Worte verloren. Es handelt sich dabei aber nicht um Musik auf einem USB-Stick, sondern um Memory Cards, die mit mit einem USB-Adapter ausgeliefert werden, um den Transfer zu Computern zu vereinfachen. So weit so gut… Dieses Posting auf Pitchfork macht aber ganz gut deutlich, dass die Idee hinter slotMusic nicht mehr ganz zeitgemäß ist, handelt es sich doch (schon wieder, noch immer?) um einen physikalischen Tonträger. Dieser ist zwar denkbar klein, doch wozu soll ich 4 Memory Cards mit mir herum tragen, wenn ich 15 Alben auf einem iPod unterbringen kann und fast schon jedes Mobiltelefon Downloadmöglichkeiten bietet?

In einer Zeit, in der Musik fast nur mehr als Information (in Form von 0 und 1) konsumiert wird, kann auch kein noch so winziges physikalisches Trägermedium den Verkauf von Musik ankurbeln… Ich denke die SD-Card, als Trägermedium für Musik, wird es sich in kürzester Zeit in der Rubrik “ferner liefen..” der MiniDisc gemütlich machen…