If you have the money: Trent Reznors Business Model

Connect With Fans (CwF) + Reason To Buy (RtB)
= The Business Model ($$$$)

Diese einfache Formel ist die Basis für Trent Reznors Erfolg. Meint jedenfalls Michael Masnick  (Techdirt) bei seiner Präsentation auf der Midem. Man erhält eine profunde Zusammenfassung der Viralmarketing-Tätigkeiten Reznors und wie er es versteht seine Fans an sich zu binden. Während andere schon Booklets als Mehrwert physikalischer Tonträger betrachten, schafft es Reznor wirklich CDs mit Features auszustatten, die nicht über Mp3s konsumierbar sind und somit einen Grund zum Kauf des physikalischen Tonträgers darstellen. Solche Mehrwert-Features reichen von sich farblich ändernden CDs bis hin zu persönlichen Signaturen auf Ultra-Deluxe-Packages von Ghosts I-VI. Letzteres ist (neben seinem stolzen Preis von 300$) vorallem bezüglich seiner Limitierung auf 2500 Einheiten erwähnenswert: Im Zeitalter der “Economics of Abundance” scheint sich begrenzter Zugang zu kulturellen Gütern mehr und mehr zu einem positiven Mehrwert (und damit auch Kaufgrund) zu entwickeln.

Auch interessant: Masnick hebt im Zusammenhang mit der Internetpräsenz zum Album The Slip die direkte Verbindung der Musik zu der nachfolgenden Tour heraus: Dies könnte man als nächstes Indiz werten, dass Veröffentlichungen immer mehr zu Promotionwerkzeugen für Konzerte werden, die bekanntlich ja das meiste Geld abwerfen. Reznor scheint auch schon etwas von Crowdsourcing gehört zu haben, wie seine Hompage beweist: er integriert Fotos und Videos von Fans via flickr bzw. youtube.

Womit ich aber meine Probleme habe, ist die abschließende Behauptung, dass dieses Modell sowohl für “große” als auch eine “kleine” Bands funktionieren würde. Das glaube ich einfach nicht. Mir sind keine kleinen unbekannten Bands, die mit diesem Businessmodell erfolgreich wurden, sondern eigentlich nur Bands, die schon einmal die Dienste eines Majorlabels in Anspruch genommen haben, die man als Beispiele für dieses Modell aufführen könnte. Sowohl Trent Reznor/Nine Inch Nails (aber auch Radiohead) konnten bei ihren Versuchen die traditionelle Herangehensweise der Musikindustrie zu Umgehen, auf eine (schon bestehende) Fan-Basis zurückgreifen. Diese Fan-Basis wurde aber innerhalb (und mit Hilfe der) Majorlabelstrukturen aufgebaut. Eine unbekannte Band, die noch keine Fanbasis hat sondern sich diese erst aufbauen muss, sieht sich , in einer Zeit in der Musik allgegenwärtig ist, mit ganz anderen Problemen konfrontiert.

Für etablierte Acts kann Masnicks Konzept durchaus funktionieren. Ob dies das auch auf alle anderen Bands und Künstler zutrifft kann er uns dann vielleicht bei der Midem 2015 sagen. Oder so.

via: hyperbot

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