Monthly Archives: July 2009

Memo an mich (2)

Ich muss gerade die “These” (also für mich ist das schon mehr Realität als Fiktion, aber egal) diskutieren: die CD wird bald das Zeitliche segnen und Musik nur mehr online verfügbar sein.

Folgendes ist mir aufgefallen: Die ganzen Online-Streaming-Dienste (wie last.fm, spotify oder blip.fm) machen ja nichts anderes als Musik zur Verfügung zu stellen. Obwohl wir Terrabyte um Terrybyte an Speicherplatz füllen könnten will sich keiner mehr die Mühe machen MP3s zu suchen, downzuloaden, in seine iTunes-Bibliothek zu importieren und auf seinen iPod zu laden. Warum auch, wenn ich mit meinem Mobiltelefon (oder anderen schicken Geräten) die ganze Musik online verwenden kann…

Musik wird dann eigentlich zur reinen Dienstleistung (in Form des  Zur-Verfügung-stellens) und “befreit” von seinen Trägermedien. Der erste Gedanke dabei war ja eigentlich, dass Streaming-Dienste die Musik von “musik-exklusiven” Trägermedien befreien. Aber das stimmt nicht, da ja die (im Sterben liegende) CD das schon erledigt hat: Vinyl war das letzte Medium, das exklusiv Musik “getragen” hat (die wenigen Filme, die darauf gespeichert wurden, lasse ich jetzt mal außer Acht).

Digital ist besser” war dann wohl auf längere  Zeit betrachtet nicht die richtige Srategie…

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Vinyl Lovers

by Jack Sommerville & Andrew Norton

Auf ein Wort

Der Elektrische Reporter interviewt Thomas Hoeren (Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf) zum Urheberrecht.

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Interessanteste Punkte:

  1. Thomas Hoeren vermisst eine Vetretung der Nutzer/Verbraucher in der ganzen Urheberrechtsdiskussion
  2. nicht “geistiges Eigentum” sondern “intelektuelle Güter”!
  3. eine digitale Kopie ist eigentlich keine Kopie, da sie ja genauso gut ist wie das Original
  4. die Kreativen/Künstler als “Feigenblatt der Musikindustrie” oder (noch schöner) “Haussklaven der Musikindustrie”
  5. Qualität als Kaufgrund für Musik
  6. fordert ein Gleichgewicht bei der Interessensvertretung von Kreativen, Rechteverwertern und Nutzern
  7. Problem des Aufteilens der Einnahmen aus einer Kultur-Flatrate
  8. die Politik ist (wie immer) “frustrierend”.

via:  myoon