AG.OK

Ok, im Vergleich zu den gerade laufenden Protesten vielleicht nicht so unglaubliche Neuigkeiten, aber trotzdem wichtig!

Feine Leute des Instituts für Musikwissenschaft in Graz haben eine AG gegründet: music/media/publishing nennt sich das und hat folgendes vor:

1. Ziele

Die Arbeitsgruppe music/media/publishing, die am Institut für Musikwissenschaft in Graz institutionell verankert ist, hat sich zum Ziel gesetzt, eine musikwissenschaftliche Vernetzung auf studentischer Ebene – sowohl innerhalb von Graz als auch mit anderen musikwissenschaftlichen Institutionen – zu fördern. Zwei Schwerpunkte werden dabei verfolgt:

(1) Sammelband: Einmal pro Jahr wird ein Sammelband veröffentlicht, welcher innovative Beiträge von NachwuchswissenschaftlerInnen im Diplomarbeits-, Masterarbeits- oder Doktoratsstudium zu einem vorgegebenen Themenschwerpunkt beinhaltet. Angehenden MusikwissenschaftlerInnen soll damit, den Anforderungen vieler Ausschreibungen folgend, eine Publikationsmöglichkeit geboten werden. Der erste Band erscheint im Jahr 2010.

(2) Treffen: Die Arbeitsgruppe plant zudem regelmäßig studentische Zusammentreffen abzuhalten: Studierenden des Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktoratsstudiums soll damit die Möglichkeit geboten werden, musikwissenschaftliche Fragestellungen zu diskutieren und damit in einem informellen Rahmen zu fördern. In lockerer Atmosphäre können Bakkalaureats-, Master- bzw. Diplomarbeiten und Dissertationsprojekte vor FachkollegInnen präsentiert werden.

2. Inhaltliche Orientierung

Musikwissenschaft, verstanden als ein strukturiertes (Nach)Denken über alle Erscheinungsformen des kulturellen Phänomens Musik, wird traditionell in Lehre und Forschung in zwei große Bereiche gegliedert. Mit der Veränderung des Untersuchungsgegenstandes selbst bzw. mit der Erweiterung des Verständnisses dessen, was unter diesem verstanden wird, entsteht die Notwendigkeit zur Verschiebung bzw. Aufweichung dieser tradierten Grenzen. Ein Begriff, der es erlaubt, Musik als Kulturphänomen und sämtlichen damit einhergehenden Erscheinungsformen gerecht zu werden, ist jener des Mediums. Verstanden in einem sehr weiten Sinne und unter Bezugnahme seine ursprünglichen Bedeutung als (Ver)Mittler, ist er dem kulturellen Phänomen Musik immanent: Notation, als der Versuch der Verschriftlichung von Musik, das Musiktheater als eine multimediale Darstellungsform, der Prozess instrumentalen Musizierens, der Körperbewegungen mehr oder minder direkt, das heißt mediatisiert, in Klang umsetzt, das Schreiben über Musik, als ein an Medien gebundener Prozess, Musik als Spiegelbild gesellschaftlicher Normen bzw. Strukturen sowie die mediale Präsentation (popular)musikalischer Erscheinungsformen des/im 20. bzw. 21. Jahrhundert(s) mit all ihren Wechselwirkungen von Musikproduktion und Musikrezeption stellen das kulturelle Phänomen Musik und das Konzept des Mediums auf unterschiedliche Weise zueinander. Dieser Zugang lässt ein Überschreiten der oben erwähnten tradierten Grenzen zu.

Am 18. November findet das erste Treffen im HS 23.02 des Instituts statt. Hingehen! Mitreden! Und alles wird gut!

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