Tag Archives: Music Industry

Infographic: vinyl record sales over the last 19 years

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via: Das Kraftfuttermischwerk

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For the record

A expedition undertaken to discover, learn, meet and document the ideas and people behind the controls of vinyl record production.

Recorded over 6 weeks, travelling through Germany, Switzerland, Austria and the UK – For The Record exposes a number of notions about why vinyl is such an indelible medium and how it continues to remain popular in the the face of opposing format change. – vimeo.com

via: Das Kraftfuttermischwerk

Last Shop Standing

On September 10th 2012, Last Shop Standing – The Rise, Fall and Rebirth of the Independent Record Shop will be released and the trailer looks rather nice.

Screenings of the documentary seem to be limited to the UK, but you can pre-order the DVD or get the book by Graham Jones that served as an inspiration to the project.

Last Shop Standing inspired by the book of the same name by Graham Jones takes you behind the counter to discover why nearly 2000 record shops have already disappeared across the UK. The film charts the rapid rise of record shops in the 1960′s, 70′s and 80′s, the influence of the chart, the underhand deals, the demise of vinyl and rise of the CD as well as new technologies. Where did it all go wrong? Why were 3 shops a week closing? Will we be left with no record shops with the continuing rise of downloading?

via: Das Kraftfuttermischwerk

Beck Hansen’s Song Reader

In December 2012, a new album by Beck will see the light of day, but you will not be able to listen to it right away.

In the wake of Modern Guilt and The Information, Beck’s latest album comes in an almost-forgotten form—twenty songs existing only as individual pieces of sheet music, never before released or recorded. Complete with full-color, heyday-of- home-play-inspired art for each song and a lavishly produced hardcover carrying case (and, when necessary, ukelele notation), the Song Reader is an experiment in what an album can be at the end of 2012—an alternative that enlists the listener in the tone of every track, and that’s as visually absorbing as a dozen gatefold LPs put together. – beck.com

No vinyl, no downloads, no fancy box set – sheet music and nothing but. The package (available through publishing house McSweeney´s) will include original artwork from a vast amount of artists, but no recordings of the songs by Beck himself. If you want to hear some music, you have to make it yourself.

via: Nerdcore

Vienna Music Business Research Days

From June, 29th until June, 30th the Vienna Music Business Days “want to bring together scholars from all disciplines and interested music business professionals […] their findings and exchange ideas about it.”

This year´s edition is entitled “new music consumption behaviour” and the program looks very interesing. You can find it here, as well as information about the  registration. Admission is free!

Copyright Criminals

In Copyright Criminals kommen so unterschiedliche Künstler und Kulturtheoretiker wie Matmos, Public Enemy, Steve Albini, Lawrence Lessig,  Siva Vaidhyanathan und George Clinton zu Wort. Die Debatte über die Sinnhaftigkeit der bestehenden Copyright-Regelungen im 21. Jahrhundert wird dabei vor allem über das Thema “Sampling” aufgemacht. Neben historischen Beispielen (Biz Markie und De La Soul), wie diese Regelungen kreatives Schaffen einschränken können, kommt  auch der “Most Sampled DrummerClyde Stubblefield zu Wort. Auch Walt Disney bekommt wieder mal sein Fett weg – schade bleibt einzig und allein, dass Steve Albini sich auch anscheinend in diesem Jahrtausend noch mit dem Gedanken anfreunden kann, dass auch Turntables Instrumente sind.

[oder direkt]

Simon Frith: The Value of Live-Music

In einem Venue, in dem Live-Performances unterschiedlicher Art veranstaltet werden, hat „einer der bedeutendsten akademischen Popmusik-Forscher“ über genau diese gesprochen. Simon Frith präsentierte erste Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojektes, das mit einer (nicht weiter konkretisierten) Konferenz 2011 abgeschlossen werden soll. Der Vortrag konzentrierte sich dabei mehr auf den ökonomischen Wert von Live-Musik, als ihren „ideologischen“ (oder soziologischen) Wert.

Doom vs. Boom

Frith unterschied zwischen zwei verschiedenen Modellen in Bezug auf die ökonomische Wichtigkeit von Live-Musik in der Musikindustrie: Das sogenannte Doom-Modell sieht Live-Musik nur bedingt als ökonomisch verwertbar an, wogegen das Boom-Modell Live-Musik als Rettungsanker der leckgeschlagenen Musikindustrie betrachtet. Argumente, die das Doom-Modell bekräftigen, sind die nicht steigerbare Produktivität von Konzerten und ihre inhärente Beschränktheit. Als Beispiel für die nicht vorhandene Möglichkeit, die Produktivität von Konzerten zu steigern, führte Frith folgendes simples Beispiel an: Um ein Mozart Quartett aufzuführen, wird man immer vier Musiker brauchen – auf Seiten der Produktion bestehen also immer Fixkosten, die nicht gesenkt werden können. Die inhärente Beschränktheit des Konzertes ergibt sich aus der Tatsache, dass einfach nur ein gewisser Anteil an Personen einer Performance physisch beiwohnen kann. Zu diesen ökonomischen Einwänden kommt noch die akademisch-soziologische Sichtweise hinzu, die lange Zeit den Erwerb von Tonträgern als primäre popmusikalische Tätigkeit betrachtet hat.

Boom? Boom!

Aufgrund der Einkommenseinbrüche durch den Tonträgerverkauf hat natürlich musikindustrielle Interessen verlagert – Frith weist auf folgende Aspekte hin, die aus dieser Verlagerung entstanden sind und allesamt versuchen die Produktivität von Live-Musik  zu steigern:

  • Festivals: Diese versuchen die Produktivität zu steigern, in dem es sie es immer mehr Massen ermöglichen, Konzerte zu erleben.
  • Konzertreihen: An Beispielen wie Michael Jackson (der hat ja aus bekannten Gründen seine Konzerte  dann doch nicht gespielt) oder Britney Spears zeigt sich die immer stärker verbreitete Praxis, ein und dasselbe mehr als nur einmal Venue zu bespielen. Auch dies gibt die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung durch mehr potentielles Publikum und verminderte Kosten (für Transport, Crew, usw.)
  • Mediatisierung: Produktivitätssteigerung durch Erweiterung des Publikums in Form von Konzertvorführungen, die in Kinos oder via Live-Streams übertragen werden.

Auch zum Thema: Frith im Interview mit Spiegel Online.